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Ich bin entrüstet, wie leicht es den Männern, die sich als Frauen identifizieren zu müssen meinen, gelungen ist, sich in alle Frauenräume einzudrängen, oft ohne dass sich die Frauen wehren können.
Weil sie ohne weiteres die juridischen Rechte von Frauen bekommen jetzt, behaupten sie auch gleich wirklich Frauen zu sein. Und das meinen Sie ernst.
Und weil sie auch unbedingt meinen auf die Frauentoilette gehen zu müssen und das von den Frauen nicht gewünscht ist - wir können Männer, die uns unbehagen bereiten, nicht vor anderen Männern schützen - ja da baut man einfach keine Frauentoiletten mehr und das Problem ist gelöst.
Es ist ungeheuerlich, wie leicht und leichtsinnig heterosexuelle Männer und beflissene Frauen ohne Respekt vor sich selbst die Bedürfnisse von Frauen ignorieren.
Das wird nach hinten los gehen. Frauenfeinde vergisst man nicht. Deshalb bekommet auch Herr Merz kein Bein auf den Boden, egal wie frauenfreundlich er sich heute versucht sich zu geben.
Es geht mal wieder nicht um die Auszeit von Männer, die sich Frauen auch mal gerne nehmen. Es geht um die Eitelkeit von Männern. Jetzt im Frauengewand.
Sehr geehrter Herr Senator Gaebler, sehr geehrte Mitglieder der Bauministerkonferenz,
sehr geehrte Frau Bundesbauministerin Hubertz,
die Musterversammlungsstättenverordnung (MVStättVO) muss auch zukünftig die Pflicht zu geschlechtergetrennten Toiletten enthalten. Die Bauministerkonferenz darf in ihrer anstehenden Sitzung den bisher geltenden Grundsatz nicht aufgeben: „Versammlungsstätten müssen getrennte Toilettenräume für Damen und Herren haben." (§ 12, Abs. 1 MVStättVO, gültig seit 2014).
Mit Sorge und Entsetzen entnehme ich aktuellen Presseberichten, dass die Bauministerkonferenz im Zuge der Novellierung der MVStättVO erwägt, diese bewährte Vorschrift zu streichen. Ich bitte Sie eindringlich, sich persönlich für die Beibehaltung der expliziten Pflicht zu getrennten Toiletten für Frauen und Männer in Versammlungsstätten einzusetzen. Die aktuell geplante Vorschrift, es müsse „eine ausreichende Anzahl von Toiletten vorhanden sein", ohne Hinweis auf getrennte Toiletten für Frauen und Männer, würde die bisher geltende explizite Pflicht zu geschlechtergetrennten Toiletten de facto abschaffen.
Getrennte Toiletten sind kein nostalgisches Relikt, sondern eine grundlegende Voraussetzung für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Mädchen im öffentlichen Raum. Sie wurden Ende des 19. Jahrhunderts von Frauenrechtlerinnen hart erkämpft, damit Frauen sich frei, sicher und selbstverständlich in der Öffentlichkeit bewegen können. Diese Errungenschaft darf nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden.
Die MVStättVO ist nicht nur eine technische Bauvorschrift – sie setzt den Verfassungsauftrag aus Artikel 3 Absatz 2 GG um: Der Staat muss aktiv Nachteile für Frauen und Mädchen aufgrund des Geschlechts beseitigen und für tatsächliche Gleichberechtigung sorgen. Wer die explizite Pflicht zu Frauentoiletten aus dem Bau- und Versammlungsstättenrecht streicht, baut Infrastruktur ab, die Frauen die gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben erst ermöglicht – und handelt damit dem Verfassungsauftrag zuwider. Dies verstößt zudem gegen die UN-Frauenrechtskonvention CEDAW, die für Deutschland rechtsverbindlich ist und die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen im öffentlichen Leben schützt. Auch die Verpflichtungen durch die Istanbul-Konvention werden verletzt, die Deutschland 2018 ratifiziert hat und die den Staat verpflichtet, Frauen vor geschlechtsbasierter Gewalt zu schützen – auch im öffentlichen Raum.
Eine Abschaffung der expliziten Pflicht zu getrennten Toiletten hätte weitreichende Folgen – insbesondere für Frauen und Mädchen.
Frauentoiletten
– schützen Privatsphäre und ermöglichen Rückzug in sensiblen Situationen,
– berücksichtigen spezifische Hygiene- und Gesundheitsbedürfnisse,
– stärken das Sicherheitsgefühl in einer Gesellschaft, in der Belästigung im öffentlichen Raum Realität ist.
Unisextoiletten können diese Funktionen nicht erfüllen. Im Gegenteil: Sie führen nachweislich dazu, dass Frauen und ihre Kinder solche Orte eher meiden. Gerade in öffentlichen Versammlungsstätten wäre dies ein gravierender Rückschritt. England hat aus genau diesen Erfahrungen die Konsequenz gezogen: Mit den Building (Amendment) Regulations 2024 hat die britische Regierung gesetzlich festgelegt, dass alle neuen nicht-wohnlichen Gebäude verpflichtend getrennte Toiletten für Frauen und Männer haben müssen.
Auch in der aktuellen Fassung der VDI 6000 für öffentliche Gebäude wird aus gutem Grund weiterhin an geschlechtergetrennten Toiletten festgehalten.
Wer Frauenrechte ernst nimmt, muss auch die Infrastruktur schützen, die ihre Bewegungsfreiheit ermöglicht. Frauentoiletten sind ein wichtiges Stück Gleichberechtigung.
Ich bitte Sie daher, diese Gleichberechtigung zu verteidigen. Treffen Sie keine Entscheidungen, die die Bedürfnisse und die Sicherheit Ihrer Wählerinnen missachten.
Mit freundlichen Grüßen
[Vorname Nachname]
Diesen Brief und vertiefende Erläuterungen und Quellen zum Thema finden Sie öffentlich unter: https://www.was-ist-eine-frau.de/frauentoiletten-mvstaettvo
Brief ist raus.
Es ist wirklich unfassbar, wie frauenfeindlich die Politik der letzten Jahre ist. Erst werden Frauen zu einer "Identität" von Männern reduziert. Entmenschlicht. Objektifiziert. Dann werden Gesetze erlassen, die Frauen verbieten, die Wahrheit zu sagen, wenn ein Mann das so wünscht. Und nun gehen Männer hin und fordern, dass Frauen aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen werden sollen, indem man ihnen eigene Toiletten als Schutzraum verweigert. Alternativ können Frauen ja anscheinend auch einfach das Risiko eingehen, Opfer von männlicher Voyeuren, SpyCams in der Kabine und sexuellen Übergriffen zu werden, wenn es ihnen so wichtig ist, auch am öffentlichen Leben teilzunehmen - versteh ich das richtig? DAS soll jetzt also der Preis für Frauen sein, wenn sie es wagen, ebenfalls ein Konzert oder ein Fußballspiel besuchen zu wollen?!
Was mich am meisten triggert: Es wäre einfacher und sicherer, einfach nur die Männer-WCs zu Unisex-Toiletten umzubauen. Aber nein, man kann den Männern ja nicht zumuten vielleicht mal 30 Sekunden länger anstehen zu müssen. Nein, stattdessen müssen die Frauentoiletten geopfert werden. Da wird lieber über bauliche Maßnahmen wie besondere Kabinenwände gesprochen. Da wird lieber über Notrufknöpfe gesprochen, die man dann halt einbauen muss. Und niemand spricht das Offensichtliche aus:
Ein Notrufknopf macht einen Raum nicht zu einem Schutzraum, sondern zu einer überwachten Gefahrenzone.
Das muss man sich mal langsam auf der Zunge zergehen lassen. Es ist absolut allen beteiligten Stakeholdern - den Bauministern und Politikern, den Ingenieuren, Architekten und Bauherren, den Veranstaltern - vollkommen klar, dass die Abschaffung von Frauen-WCs ein direkter Angriff auf die körperliche Sicherheit und sexuelle Selbstbestimmung von Frauen ist. Nur deshalb werden Schutzmaßnahmen und bauliche Anpassungen überhaupt diskutiert. Und sie ALLE nehmen das Risiko für Frauen BEWUSST in Kauf.
Sie machen das absichtlich. Aktiv. Sie wissen, was sie da tun. Sie wissen genau, was sie den Frauen damit antun. Das ist Misogynie in Reinform. Und das alles nur, weil ein paar Männer behaupten, keine zu sein.
Ich bin schockiert. Dieser offen ausgelebte Frauenhass unserer Gesellschaft und unserer Regierung macht mir Angst.