Was wir erarbeitet und erreicht haben

In etwas mehr als einem Jahr ist aus einer Frage anlässlich der Bundestagswahl die Dialogplattform für Frauenrechte "Was ist eine Frau?" geworden. Diese Plattform dokumentiert, prüft und inverveniert – mit Kampagnenarbeit, Medienkritik, offenen Briefen und Stellungnahmen, einer öffentlichen Fall-Dokumentation und IFG-Recherche im Hintergrund. Dieser Rückblick bündelt und dokumentiert unsere Arbeit des letzten Jahres.

Vom Start in den Wahlkampf: 2024/25 wird die Frage politisch

Im November 2024 ging die Kampagne öffentlich an den Start. Zur Bundestagswahl 2025 haben wir die Frage „Was ist eine Frau?“ in den politischen Raum getragen. Die Idee war einfach: Wer das Wort „Frau“ nicht definieren kann oder ausweicht, betreibt Identitätspolitik statt Realpolitik. Die Frage ist also nicht nur für Frauenrechte relevant.

Für die Kampagne haben wir über 2.000 Kandidatinnen und Kandidaten angeschrieben und Materialien zur Verfügung gestellt, mit denen Wählerinnen und Wähler in Austausch mit ihren Kandidaten treten konnten.

Die Initiative „Lasst Frauen Sprechen“ und mehrere Einzelaktivistinnen unterstützten die Kampagne und finanzierten Plakate in verschiedenen deutschen Städten. Die Kampagne erregte Aufmerksamkeit und führte zu heißen Diskussionen auf Social Media und an den Wahlständen. Es zeigte sich: Die Frage ist brisant.


Wir erhielten Presseaufmerksamkeit zur Kampagne, u.a. von der WELT und der Berliner Zeitung. - Presseübersicht: https://was-ist-eine-frau.de/presse/

Hintergründe zur Kampagne und die Antworten finden Sie weiterhin unter: https://was-ist-eine-frau.de/die-wahlkampagne-was-ist-eine-frau/

Für die Wahlkampagne „Was ist eine Frau?“ wurde Rona Duwe im November 2025 mit dem Frauenheldinnenpreis 2025 von Frauenheldinnen e.V. auf der heroica ausgezeichnet.


2025: Aus Aktion wird Struktur – Formate, die bleiben

Nach der Bundestagswahl führten wir die etablierte Website und die Social Media Kanäle als „Dialogplattform für Frauenrechte“ weiter. Unser Ziel ist, Bürgerinnen und Bürgern Instrumente an die Hand zu geben, mit denen sie selbst Politik und Medien kontaktieren können. Wir verstehen uns als Stimme für geschlechtsbasierte Frauen- und Mädchenrechte und berufen uns auf die UN-Frauenrechtskonvention CEDAW sowie das Grundgesetz – vor allem auf Artikel 3, Absatz 2 und damit die staatliche Verpflichtung für die Gleichberechtigung von Frauen zu sorgen.


Offene Briefe an die Arbeitsgruppen der Koalitionsverhandlungen

Mit offenen Briefen erinnerten wir die CDU/CSU an ihre Wahlversprechen und forderten deren Einhaltung ein. Leider hat die CDU/CSU einen großen Teil ihrer Wahlversprechen für Frauen und Mädchen nicht eingehalten und damit viel Vertrauen von Erstwählerinnen und -wählern verspielt.

Wahlversprechen einhalten Wahlversprechen einhalten Die Arbeitsgruppen für die Koalitionsverhandlungen haben die strittigen Themen an die sogenannte 19-er Gruppe – die Führung der CDU/CSU und SPD – zurückverwiesen. Dazu gehört unserer Information nach auch das Selbstbestimmungsgesetz. Daher legen wir mit einem weiteren Brief nach, der den Schwerpunkt auf die Folgen des Gesetzes für Kinder und Jugendliche legt.

Medienkritik: Falschberichterstattung bekämpfen und für Mädchen- und Frauenrechte sensibilisieren

Im März 2025 starteten wir die Rubrik „Medienkritik“, die wir regelmäßig nutzen, um die Medien für fehlgeleitete Berichterstattung zulasten von Mädchen und Frauen zu sensibilisieren. Wir schreiben Redaktionen an und stellen Anschreiben zur Verfügung, die weitere Leser nutzen können. Mehrfach erregten unsere Kritiken Aufmerksamkeit.

Eine Übersicht aller Artikel zur Rubrik Medienkritik finden Sie hier:
https://was-ist-eine-frau.de/category/medienkritik

„Trans-Mann aus Osterhofen kämpft seit Jahren für sein Recht auf Selbstbestimmung“

„Trans-Mann aus Osterhofen kämpft seit Jahren für sein Recht auf Selbstbestimmung“

Die Passauer Neue Presse legt ihren Lesern ein Beispiel vor, das suggeriert: Wer keine typischen Mädchensachen mag, könne kein Mädchen sein. Der Text ist voller Klischees, bagatellisiert Selbstverletzung und psychische Belastungen und lässt entscheidende Fragen völlig unbeantwortet: Warum wird Geschlecht hier ausschließlich über Barbie-Puppen, Xbox, lange Haare und Kleidung definiert? Warum wird die ursprüngliche lesbische Orientierung nur als „Zwischenschritt“ erwähnt? Und warum wird jungen Leserinnen suggeriert, dass der eigene Körper nur dann „richtig“ ist, wenn er bestimmten Stereotypen entspricht – oder operativ verändert wird?

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„Zu laut, zu schrill, zu fordernd: Schadet sich die LGBTQ-Community selbst?“

„Zu laut, zu schrill, zu fordernd: Schadet sich die LGBTQ-Community selbst?“

Die Berliner Zeitung veröffentlichte im November einen Beitrag von Max Urbany mit dem Titel „Zu laut, zu schrill, zu dreist: Wie sich die LGBT-Community selbst schadet“. Darin wird eine „weniger schrille“ Durchsetzung aktivistischer Forderungen als Ausweg präsentiert – während berechtigte Kritik von Frauen durch abwertende Etiketten delegitimiert werden und zentrale Konflikte ausgespart bleiben. Wir antworten darauf, weil diese Art der Darstellung nicht zur Aufklärung beiträgt, sondern Risiken und Rechtsverluste für Mädchen und Frauen unsichtbar macht.

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Offene Briefe & Stellungnahmen: Von der Analyse zur Intervention

Wo es nötig ist, gehen wir aus der Beschreibung in die Intervention: Mit offenen Briefen und Stellungnahmen. Wir nehmen Stellung für die grund- und völkerrechtlich garantierten Rechte von Mädchen und Frauen und fordern ihre Einhaltung ein. Wir sensibilisieren für die Versuche, die Rechte und Sicherheit von Frauen und Mädchen zugunsten einer transgenderideologischen Weltanschauung zu verraten – sei es in Frauengefängnissen, in Frauenhäusern, in der Polizeiberichterstattung, bei der Beflaggung öffentlicher Gebäude oder in Förderrichtlinien des Bundesfrauenministeriums. Die Briefe legen wir so an, dass jeder sich den Brief in sein Mailprogramm laden kann, um selbst die entsprechenden Verantwortlichen anzuschreiben.

Mehrfach führten diese Briefe und Stellungnahmen zu Rückmeldungen der Verantwortlichen. Das zeigt: Unsere Perspektive wird wahr- und ernstgenommen.  

Eine Übersicht aller Artikel zur Rubrik Offener Brief finden Sie hier:
https://was-ist-eine-frau.de/category/offener-brief/

Eine Übersicht aller Stellungnahmen finden Sie hier:
https://was-ist-eine-frau.de/category/stellungnahme/

Herr Wüst, stoppen Sie die Öffnung von Frauengefängnissen für männliche Straftäter in NRW!

Herr Wüst, stoppen Sie die Öffnung von Frauengefängnissen für männliche Straftäter in NRW!

Wir legen eine umfassende Stellungnahme zum Gesetzentwurf der NRW-Landesregierung (LT-Drs. 18/16867) vor, der am kommenden Mittwoch (17.12.2025) im NRW-Landtag in erster Lesung verhandelt wird. Dieser Entwurf öffnet die geschlechtergetrennte Unterbringung im Vollzug durch Einzelfall-Ausnahmen und gefährdet damit massiv die Sicherheit, Würde und Rechte inhaftierter Frauen und Mädchen und Mitarbeiterinnen in Justizvollzugsanstalten.

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Frau Prien, kehren Sie zu rechtskonformer Frauenpolitik zurück

Frau Prien, kehren Sie zu rechtskonformer Frauenpolitik zurück

In einem offenen Brief fordern wir Ministerin Karin Prien auf, die Frauenpolitik des BMBFSFJ wieder an rechtskonforme Standards zu binden. Im Mittelpunkt steht die Kritik an der Förderung von Organisationen, die Frauenrechte zugunsten der Genderidentitätspolitik untergraben. Dies hat eine umfassende Recherche der Initiative "Geschlecht zählt" ergeben. Es wird eine vollständige Offenlegung der Mittelverwendung und eine klare Ausrichtung der Förderprogramme auf die geschlechtsbasierten Rechte von Mädchen und Frauen gefordert.

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Newsletter: Nationale und internationale Fälle und Folgen der Genderidentitätsideologie

Seit April 2025 publizieren wir in unregelmäßigen Abständen einen Newsletter. Wir zeigen internationale Entwicklungen und die Kämpfe und Erfolge von Feministinnen auf der ganzen Welt gegen diese frauenverachtende Politik. Wir belegen: Es ist vielfach belegt, dass diese Weltanschauung zu massiven Problemen und Gefährdungen – insbesondere für Frauen und Mädchen – führt.

Beispielausgabe:

Newsletter 12/2025 Newsletter 12/2025 Frauenrechte sind kein Stimmungsbarometer, sondern Rechtsgüter. Doch in diesem Monat sehen wir erneut, wie identitätsideologische Vorhaben Frauenrechte relativieren: CDU-geführte Länder wollen „sexuelle Identität“ auf dieselbe Stufe wie Geschlecht stellen und im Grundgesetz schützen. Der Antrag der Bundesländer Berlin, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern war im Bundesrat erfolgreich. Dennoch wächst der Gegenimpuls: Immer mehr Sportverbände schützen den Frauensport (British Judo, FIS), die Slowakei zieht eine klare Rechtslinie beim Geschlecht, und in Deutschland stellen Juristen die Zulässigkeit irreversibler Eingriffe an Minderjährigen infrage. Auch die Realität in Haftanstalten und Pflegeheimen zeigt, warum geschützte Frauenräume keine „Option“, sondern Notwendigkeit sind. Besorgniserregend: Medizin und Wissenschaft geraten…

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Neues von "Was ist eine Frau?"

Dokumentation: „Nur ein Einzelfall“ – damit Verharmlosung nicht gewinnt

Im Juni 2025 veröffentlichten wir die interaktive Karte „Nur ein Einzelfall“. Sie ist ein Gegenmittel gegen die ständige Einzelfall-Rhetorik. Dokumentierte Vorfälle werden auffindbar, filterbar und einsehbar – nicht als Stimmung, sondern als Material, das man prüfen kann. Die Karte sammelt dokumentierte Vorfälle, Verfahren, Anschläge, Übergriffe und Verbrechen und belegt eindrücklich, dass viele Probleme nachweislich schon seit Inkrafttreten des Transsexuellengesetz 1981 bestehen. Die Karte und die dazugehörende Tabelle wird konstant weitergeführt.

Einführungsartikel zur Karte:

Kein Einzelfall! Kein Einzelfall! Die Debatte um die Selbstbestimmung des Geschlechtseintrags und das Selbstbestimmungsgesetz wird oft mit dem Argument abgetan, problematische Fälle seien seltene „Einzelfälle“. Doch unsere neue interaktive Karte zeigt: Es kann nicht von Einzelfällen die Rede sein und schon ein einziger Vorfall kann erhebliche Auswirkungen auf die Sicherheit, Würde und Rechte von Frauen und Mädchen haben.

Auf X/Twitter: Mobilisierung, Dokumentation – und #DasIstEineFrau

X (ehemals Twitter) ist für uns ein schneller Kanal für Verbreitung und Dokumentation. Unser Profil findet Ihr hier: https://x.com/wasisteine_frau

Gleichzeitig haben wir neben feministischen Zitaten bewusst eine positive Rubrik etabliert: #DasIstEineFrau. Hier stellen wir Frauen vor, die Klarheit, Mut und Standhaftigkeit zeigen – auch dann, wenn der Preis dafür persönlicher oder beruflicher Druck ist.

Beispiele:


„Grundgesetz schützen“: Kampagne zur geplanten Grundgesetzänderung

Im November 2025 veröffentlichen wir die Website grundgesetz-schuetzen.de. Zuvor hatten drei CDU-geführte Bundesländer und Mecklenburg-Vorpommern einen Antrag für Änderung von Grundgesetz Artikel 3 durch den Bundesrat gebracht. Ziel ist, eine sogenannte „sexuelle Identität“ gleichwertig zu Geschlecht in der Verfassung zu schützen. Dieses Vorhaben würde zu einer dauerhaften Schwächung der geschlechtsbasierten Rechte von Frauen und Mädchen in Deutschland führen und einen völlig unklaren Begriff verfassungsrechtlich sichern.

Die Website grundgesetz-schuetzen.de bietet einen Faktencheck, Hintergrundinformationen zur Bedeutung des Artikel 3 für Frauen und Mädchen, Factsheets für Politiker, eine Auflistung von internationalen Präzedenzfällen, die die Gefahren belegen, sowie einen offenen Brief zum Anschreiben an Bundestagsabgeordnete und eine Petition. Die Seite hat bereits über 1.500 Unterstützer und wird von einem breiten Bündnis von regierungsunabhängigen Frauen-, Lesben- und Schwulen-Initiativen und Vereinen unterstützt.

Einführungsartikel zur Kampagne:

Grundgesetz schützen – Nein zu „sexuelle Identität“ in Grundgesetz Artikel 3 Grundgesetz schützen – Nein zu „sexuelle Identität“ in Grundgesetz Artikel 3 In den letzten Wochen gab es auf „Was ist eine Frau?“ weniger Veröffentlichungen. Der Grund: Wir haben die Kampagne grundgesetz-schützen.de aufgebaut. Dort zeigen wir, warum der unbestimmte Begriff „sexuelle Identität“ nichts in Grundgesetz Artikel 3 zu suchen hat – und welche Folgen das für Frauen- und Mädchenrechte, Schwule und Lesben sowie für die Allgemeinheit hätte. Bereits jetzt wird die Kampagne von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sowie von 13 regierungsunabhängigen Initiativen und Vereinen für Frauen-, Schwulen- und Lesbenrechte unterstützt.


Recherche im Hintergrund: Anfragen gemäß Informationsfreiheitsgesetz

Ein Teil unserer Arbeit passiert absichtlich leise: Anfragen nach Informationsfreiheitsgesetz (IFG), Nachfragen zu Zuständigkeiten und das systematische Sammeln von Behördenantworten. Zuletzt recherchierten wir unter anderem zu inhaftierten männlichen Straftätern mit einer selbst erklärten „Transgenderidentität“, zur Filmförderung sowie zur Geschlechtertrennung im Maßregelvollzug. Aktuell stellen wir fest, dass die verschiedene öffentliche Stellen und Justizministerien Auskünfte verweigern. Wir denken: Aus gutem Grund. Melden Sie sich als Journalist gern, wenn Sie uns bei der Informationsbeschaffung helfen wollen.


Öffentlichkeit & Resonanz

Im Podcast „Die Podcastin“ von Isabel Rohner & Regula Stämpfli wurde unsere Arbeit mehrfach aufgegriffen und gewürdigt – teils im Wahlkampfkontext, teils mit Bezug auf Kampagnen und Briefaktionen. Der Podcast ist sehr hörenswert.

Beispiele:

Der Cicero führte im Dezember ein längeres Interview mit Rona Duwe zu ein Jahr Selbstbestimmungesetz

Und schließlich wurden „Was ist eine Frau?“ und „Grundgesetz schützen!“ auch in der Zeitschrift EMMA erwähnt – im Kontext der Debatte um Artikel 3 GG.

Der Wahlkampagne widmeten die WELT und die Berliner Zeitung einen Artikel

Die Ruhrbarone berichteten über die Kampagne "Grundgesetz schützen":


Auf der Straße

Im Dezember protestierte Rona Duwe anlässlich der ersten Lesung eines Gesetzesentwurfs zur Aufhebung des Trennungsgrundsatzes in Justizvollzugsanstalten in Nordrhein-Westfalen spontan mit Ina Wagner von der Initiative "Lasst Frauen Sprechen" vor dem nordrhein-westfälischen Landtag in Düsseldorf. Rona Duwe war außerdem in diesem Jahr an dem Let Women Speak Protest in Brüssel vor dem EU Parlament beteiligt.



Unsere nächsten Vorhaben:


Danke für Ihre und Eure Unterstützung!

All das realisieren wir in einem Team von zwei engagierten und überzeugten Frauen – vollständig staatlich unabhängig, ohne öffentliche Förderung, aber unterstützt von Bürgerinnen und Bürgern, die den Wert unserer Arbeit verstehen. Als sehr kleines Team sind wir agil und schnell handlungs- und entscheidungsfähig. Gleichzeitig sind wir gut vernetzt zu den autonomen Gruppen, Initiativen und Vereinen für Frauenrechte und LGB in Deutschland und international.

Wir danken an dieser Stelle sehr herzlich den Frauen und Männern, die uns im letzten Jahr finanziell und ideell unterstützt haben, unsere Beiträge geteilt und sich an unseren Aktionen beteiligt haben!

Bitte erwägen Sie, uns über Steady, PayPal oder Stripe – optimalerweise regelmäßig – auch weiterhin finanziell zu unterstützen, damit wir unsere Arbeit weiterführen können.
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Wir wünschen Ihnen und Euch ein frohes, glückliches, gesundes und engagiertes neues Jahr!

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